Der Beginn

Am 16.12.1924 findet im Hotel Balzer eine Versammlung statt aus der noch am selben Tag die erste Sanitätskolonne in Delbrück entsteht. 27 Teilnehmer gründen den Ortsverein Delbrück unter dem Vorsitz von Amtmann Klute und seinen Mitstreitern Heinrich Höddinghaus und Kassenführer Stefan Pache. Den wichtigen Part der Ausbildung der Kolonne übernehmen zuerst Herr Dr. Welle und später dann Dr. Gockel. Die Einschränkungen im 3. Reich, der 2. Weltkrieg und Beschränkungen in den ersten Nachkriegsjahren hinterlassen im Delbrücker Roten Kreuz ihre Spuren.

Die Nachkriegsentwicklung

Erst 1947 kann das Rote Kreuz in Delbrück die Arbeit wieder aufnehmen. Arnold Jakobi belebt die Bereitschaftsarbeit und beginnt mit der Ausbildung. Bereits in den 60er Jahren beginnen als konstantes Tätigkeitsfeld des Ortsvereins die bis heute erfolgreichen Blutspendetermine.

1959 erhält das Delbrücker DRK vom DRK-KV Paderborn einen Krankenwagen für den Krankentransport. 1964 wird mit Unterstützung des Amtes Delbrück ein neuer Krankenwagen beschafft. Dieser sichert i. V. m. einem hohen ehrenamtlichen Einsatz dauerhaft den Krankentransport.

1962 erleben einige Mitglieder der Delbrücker Gruppe bei der Flutkatastrophe in Hamburg den ersten überörtlichen Einsatz.

1968 begründen 16 Teilnehmer eines Sanitätslehrganges mit tatkräftiger Unterstützung von Dr. med. Theo Hammeke den Zug Nordhagen. Dieser entwickelt sich unter der Leitung von Josef Protte und Willi Koll zu einer starken Stütze des Ortsvereins. Noch im selben Jahr wird das Jugendrotkreuz Nordhagen gegründet.

1969 nimmt Hans Stemmler mit 17 Helfern die Arbeit im neuen Zug Ostenland auf.

1972 wird der Katastrophenschutz des Bundes neu geregelt. Helmut Wieczorek sorgt dafür, dass der 1. Zug des ehem. 34. LS-HD (Luftschutz-Hilfsdienst) nach Delbrück verlegt wird. Hierzu wird der alte Kinosaal Laumes Kamp angemietet und mit Hilfe von dreißig Mitgliedern des Zuges für den neuen Zweck hergerichtet. Im Folgejahr startet der 1. Sanitätszug des Kreises Paderborn hier seine Tätigkeit.

1977 wird eine ständig besetzte Rettungswache an der Graf-Sporck-Straße eingerichtet, die 1980 dann in den Räumen der neuen Zentralwache, in der auch die Polizei und die Feuerwehr ihren Standort haben, ihre Heimstatt findet. Zwei Hauptberufliche, ein Zivildienstleistender und 15 ehrenamtliche Rotkreuzler versehen unter Leitung von Heinz-Georg Schier ihren Dienst.

Das DRK-Haus

1983 geht ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Erstmals seit dem Bestehen des Ortsvereins kann das Rote Kreuz in eigene Räume einziehen. Auf Initiative und unter Leitung von Helmut Westermilies wird in den Jahren 1982 – 1983 mit einem enormen Einsatz aller aktiven Rotkreuzler in der Zentralwache an der Südstraße das

„DRK-Haus Delbrück“

gebaut. Der hohe Anteil an ehrenamtlichen Eigenleistungen i. V. m. dem finanziellen Engagement des DRK-Kreisverbandes Paderborn machen dieses Bauprojekt möglich. War man vorher noch Untermieter bei der Feuerwehr und Mieter im Kino Laumes Kamp, so können nun alle Aktivitäten an diesem neuen Standort gebündelt werden.

Der DRK-Stadtverband Delbrück

1988 schließen sich der „DRK-Ortsverein Delbrück“ und der „DRK-Ortsverein Schöning“ zum


„DRK-Stadtverband Delbrück e.V.“
 zusammen.

1989 wird im DRK-Haus eine Kleiderkammer eingerichtet. Asylbewerber und sozial Schwache können sich bei dem Team um Ulrike Fischbach, Ursula Bolte und Romana Ornik unentgeltlich einkleiden.

1991 startet das DRK-Delbrück seine Auslandshilfen in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Delbrück. In Rumänien wird das mehrjährige Projekt „Kinderheim in Cauas“ gestartet. In den nächsten Jahren folgen weitere Hilfstransporte und Arbeitseinsätze nach Osteuropa und ins Baltikum. Im gleichen Jahr wird außerdem mit Hilfe der „Aktion Mensch“ ein Fahrzeug zur Behindertenbetreuung angeschafft.

1991 wird unter Leitung von Martin Münsterteicher eine Schnelle Einsatzgruppe (SEG) gegründet. Sie spielt landesweit eine Vorreiterrolle und wird bei größeren Verkehrsunfällen und Bränden von der Kreisleitstelle angefordert. Infolge bildet seit 2010 der Stadtverband Delbrück zusammen mit den Ortsvereinen Büren und Salzkotten die 1. Einsatzeinheit (EE NRW Paderborn 01) im Kreis Paderborn. Das Konzept basiert darauf, im gesamten Land NRW multifunktionelle Einsatzeinheiten (EE) zu schaffen. Bei Schadensereignissen jeglicher Größenordnung sollen i. V. m. dem Rettungsdienst, den Feuerwehren und dem Technischen Hilfswerk schnell und flexibel Hilfspotentiale für die betroffene Bevölkerung zur Verfügung stehen.

1992 startet in Zusammenarbeit mit der DJK und unter Leitung von Dr. med. Johannes Meiß eine Herz-Sport-Gruppe (Koronar-Gruppe).

1994 ruft Ulrike Fischbach eine Mutter-Kind-Gruppe ins Leben. Hier werden Kinder von eins bis fünf Jahren mit ihren Müttern als Vorstufe zum Kindergarten betreut. Gleichzeitig werden eine Senioren-Gymnastik-Abteilung unter der Anleitung einer Fachkraft und eine Senioren-Wassergymnastik-Gruppe eingerichtet.

1996 gliedert Hans-Georg Schier eine Rettungshundestaffel in das Leistungsprofil des Ortsvereins ein. Sie hat ein hohes, überregionales Ansehen und wird bis heute regelmäßig zu Einsätzen in ganz NRW alarmiert.

1997 startet unter der Federführung von Ulrike Fischbach eine langjährige Patenschaft mit Lettland. In der Stadt Valka renoviert das Deutsche Rote Kreuz Delbrück einen Behinderten-Kindergarten und ein Waisenhaus und versorgt beides ca. zweimal im Jahr mit dringend benötigten Hilfsgütern.

1999 richtet der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe seinen jährlichen Landeswettbewerb und ebenso die Landesversammlung aus Anlass des 75-jährigen Jubiläums des DRK-Stadtverbandes in Delbrück aus.

2001 wird das DRK-Haus in Regie des Stadtverbandes um eine Begegnungsstätte, einen Gruppenraum und eine neue Kleiderkammer erweitert. Gleichzeitig erhält das Jugendrotkreuz im alten Teil einen eigenen Gruppenraum.

2005 schließt sich der „DRK-Ortsverein Westenholz“ dem „DRK-Stadtverband Delbrück e. V.“ an.

Die Kontinuität der Rotkreuzarbeit in Delbrück wird gewährleistet durch das besondere Engagement ihrer langjährigen Vorsitzenden wie Karl Köring, Rudi Lisson (1976 – 1990), Dr. Bernhard Winnemöller (1990 – 2009), Olaf Kiefer (2009 – 2019) und Tanja Tolzmann (seit 2019). Als Aktivposten und langjähriger 2. Vorsitzender begleitet Reinhard Scheipers über mehrere Jahrzehnte die Rotkreuzarbeit in Delbrück.

Mit Hochachtung und besonderer Wertschätzung schaut man im Kreis Paderborn bis heute auf die vielfältigen Aktivitäten des DRK-Stadtverbandes Delbrück – ein bunter Strauß „Rotes Kreuz“!

Blutspendetermine

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Kontakt

Deutsches Rotes Kreuz -
Stadtverband Delbrück e.V.
Südstraße 39
33129 Delbrück
Telefon 05250 19 2 19