Großzügige Spender: Stadtsparkasse und Förderverein finanzieren Defibrillator
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Großzügige Spender: Stadtsparkasse und Förderverein finanzieren Defibrillator

Gymnasium Delbrück ist auf den Herzinfarkt vorbereitet

Hintere Reihe (v.l.n.r.): Christian Burkert (Vorsitzender des Fördervereins), Schulleiter Stephan Gringard, Schulsanitäterin Jana Richter, Lehrerin Susanne Krause-Bertels, Schulsanitäter Stefan Schölzel und Amelie Niesmann, Olaf Kiefer (Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Delbrück); Vordere Reihe (v.l.n.r.): Schulsanitäter des Gymnasiums zeigen die richtige Haltung bei der Herz-Lungen Wiederbelebung: Bjarne Bröker, Maike Schmidt, Sina Lefeld, Luca Steins und Melina Marxkors

An allen Schule kann es jederzeit passieren: beim Spielen auf dem Pausenhof, während des
Matheunterrichts oder beim Sport bricht plötzlich ein Schüler oder Lehrer aufgrund von
akuten Herzproblemen zusammen, liegt bewusstlos auf dem Fußboden und atmet nicht
mehr. Dann müssen alle Beteiligten schnell handeln, denn hier geht es um ein
Menschenleben. Während die Mitschüler oder die Sekretärin sofort die Telefonnummer 112
wählen und den Rettungsdienst alarmieren, muss gleichzeitig sofort mit der Herz-Lungen
Wiederbelebung begonnen werden.  
Am Gymnasium Delbrück kommt nun in einer solchen Notsituation künftig zusätzlich auch
ein Automatischer Externer Defibrillator (AED) zum Einsatz. Um den Ersthelfern am
Gymnasium für solche Notfälle Unterstützung zu bieten, ermöglichte die gemeinsame
Spende der Stadtsparkasse Delbrück und des Fördervereins des Gymnasiums die
Anschaffung eines Defibrillators.
Ein Defibrillator ist ein Gerät, welches im Notfall die Herztätigkeit misst, dem Ersthelfer
genaue Anweisung für die ständig weiter laufende Herzdruckmassage gibt und ggf. einen
Schock auslöst, um die Herztätigkeit des Notfallpatienten wieder zu reaktivieren.
„Wir sind sehr froh, dass dank des Fördervereins und der Stadtsparkasse ein Defibrillator für
unser Gymnasium erworben werden konnte“, freute sich Schulleiter Stephan Gringard. Für
Olaf Kiefer, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse Delbrück, war es selbstverständlich, das
Gymnasium bei der Anschaffung des Defibrillator zu unterstützen. „Schließlich handelt es
sich hierbei um ein Gerät, welches hilft, Leben zu retten“, erklärte Kiefer und führte weiter
aus, dass es durchaus sinnvoll wäre, an weiteren Stellen in Delbrück einen Defibrillator
anzubringen.  
„Der richtige Umgang mit dem Defibrillator während einer Herz-Lungen-Wiederbelebung
wird nun in den nächsten AG-Stunden von unseren Schulsanitätern eingeübt“, erklärte
Susanne Krause-Bertels, Lehrerin am Gymnasium und Erste-Hilfe-Ausbilderin beim
Deutschen Roten Kreuz, auf deren Initiative hin die Anschaffung des Gerätes in die Wege
geleitet wurde. Olaf Kiefer und Christian Burkert, Vorsitzender des Fördervereins, ergänzten,
dass sie durch ihre Spende auch die hervorragende Arbeit des Schulsanitätsdiensts
unterstützen wollen. Schulleiter Stephan Gringard fügte hinzu, dass sich der
Schulsanitätsdienst im Alltag als zuverlässiger Anlaufpunkt bei Notfällen aller Art bewährt
habe.  
Das Lehrerkollegium und das Personal des Gymnasiums werden ebenfalls so rasch wie
möglich in den Umgang mit dem Defibrillator durch den Lehrrettungsassistenten Michael
Ossenkemper von der Firma Medical Point (Rheda-Wiedenbrück) zusammen mit Susanne
Krause-Bertels eingewiesen. „Es ist wirklich ganz leicht“, versicherte Schulsanitäterin Maike
Schmidt, die zusammen mit ihrem Mitschüler Bjarne Bröker die richtige Haltung für eine
Wiederbelegung demonstrierte. Christian Burkert war von der die einfache Handhabung des
Gerätes begeistert. Stefan Schölzel zeigte noch das Schild, mit dem auf einen Defibrillator
hingewiesen wird, während dieser von Schulleiter Stephan Gringard schon angereicht wird.  
Künftig steht der Defibrillator nicht nur allen Schülern und Lehrern, sondern auch den
Vereinen zur Verfügung, die das Gebäude des Gymnasiums nutzen. Im Sekretariat, zentral
gelegen, hängt das handliche Gerät und kann so im Notfall schnell geholt werden.   
Info: Im Fall des Herzversagens sind die Patienten auf schnelle Hilfe durch ihre Mitmenschen
angewiesen. Neben dem Notruf über die Telefonnummer 112, muss sofort mit der Herz
Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Durch die Herzdruckmassage entsteht ein
künstlicher Blutkreislauf, über den Sauerstoff und Nährstoffe zum Gehirn transportiert
werden. Unterbleibt dies, kommt es schon nach wenigen Minuten zum Gehirntod. Eine
stetige Herzdruckmassage rettet Leben. Jeder kann die Herzdruckmassage leicht erlernen
und dann im Ernstfall sicher anwenden. Alle Hilfsorganisationen bieten regelmäßig Erste
Hilfe-Kurse an, in denen die Herz-Lungen-Wiederbelebung eingeübt wird.

26. April 2015 16:13 Uhr. Alter: 3 Jahre